KONTAKT/IMPRESSUM
INHALTSVERZEICHNIS
Die Chronik von Meerschweinchen Rudi mit seinen Zahnproblemen soll verdeutlichen, wie lange es dauern kann bzw. andauert ein Meerschweinchen nach Zahnkorrekturen mit Zufütterung auf die Beine zu bekommen bzw. stabil zu halten und so ein gutes Leben zu ermöglichen. Die Aussagen, dass Meerschweinchen nach Zahnkorrekturen zwei Tage später wieder "normal" fressen und kein Zufüttern notwendig ist, sind falsch, die Tiere bestimmen den Zeitpunkt, wo man sie nicht mehr bzw. mit weniger Brei zufüttern muss selbst, wenn sie wieder von Tag zu Tag von alleine mehr fressen und so weniger Hunger auf Brei haben!
Rudi hat uns in den vergangenen beiden Tagen nicht gefallen, d. h. er war etwas
ruhiger und vor allem fraß er seine heißgeliebten Möhren nicht mehr und ließ sie
links liegen. Auch insgesamt fraß er weniger und der Kot war nicht mehr so fest,
sondern eher etwas weich und nicht mehr "normal" geformt.
Wir fahren heute zu unserem Tierarzt, der über das entsprechende Zahnbesteck für
eine Kontrolle der Backenzähne verfügt (siehe Abbildung auf unserer
Homepage).
Wir vermuten aufgrund den oben genannten Symptomen wieder Spitzenbildung an den
vorderen Backenzähnen.
Wir kommen beim Tierarzt an und die Zähne werden kontrolliert und unsere
Vermutung, dass die Backenzähne Probleme verursachen wurden bestätigt. Von vorne
gesehen hatten sich unten beidseitig Spitzen gebildet, die nur wenig
Bewegungsspielraum für die Zunge ließen und schon an dieser leicht kratzten und
auch leichte Schmerzen somit verursachen. Des weiteren wurde eine Zahnspitze oben
rechts gekürzt. Die Kürzungsprozedur dauerte ca. 2 Minuten.
Wir fahren nach Hause in der Hoffnung, dass es damit nun wieder "erledigt" ist und
Rudi wieder normal mit den Fressen beginnt, da wir es ja mehr als rechtzeitig
erkannt haben und auch dank unseren Tierarzt wieder korrekt gekürzt worden ist mit
den richtigen Instrumenten.
Rudi frisst nach wie vor nicht richtig, was uns sehr wundert, denn als es vor
einem halben bis dreiviertel Jahr schon mal gekürzt wurde hat er sofort wieder
normal weiter gefressen.
Wir wärmen Rudi oft auf der Decke liegend auf, so ca. 2 - 3 mal am Tag für eine
halbe Stunde. Das Wärmen tut wie immer jedem kranken und angeschlagenen
Meerschweinchen gut und Rudi entspannt sich dabei und dehnt sich. Er fühlt sich
wohler, aber er mag einfach nicht wieder richtig fressen. An den Zähnen kann es
eigentlich nicht liegen.
Rudi frisst wenig, er hat heute nur ein paar Haferflocken und etwas Baby-Maiskolben gefressen und nimmt langsam ab, dem müssen wir entgegen wirken und wir fangen früh sofort an mit Brei zu ernähren. Er bekommt den gleichen Brei wie Meerschweinchen Tiffy. Vitakraft SPEZIAL für junge Meerschweinchen bis sechs Monate, eingeweicht in lauwarmen Wasser, zerdrückt und mit der Spritze ins Mäulchen. Rudi lernt sehr schnell wie es geht und was er zu tun hat. Er schluckt den Brei sehr gut, während man die 3 ml Spritze mit Brei ins Mäulchen drückt. Er mag den Pellets-Brei sehr gerne und schluckt auf Anhieb 5 Spritzen. Wir füttern nun ca. alle 4 - 5 Stunden Brei zu, ca. 5 Spritzen pro Fütterung. Er mag es gerne fressen.
Rudi wird seit 2003-04-08 täglich regelmäßig zugefüttert. Er mag den
Pelletsbrei sehr gerne und wegen dem hohen Rohfasergehalt in den Pellets ist die
Verdauung völlig in Ordnung. Er macht weitgehend normale Böhnchen, allerdings sind
diese etwas heller und nicht normal geformt, sondern eher länglich und dünn. Aber
er hat keinen Durchfall und fühlt sich aufgrund der funktionierenden Verdauung und
einem vollen Magen durch dem regelmäßigen Zufüttern doch wohl. Zusätzlich
wärmen wir Rudi nach jedem Zufüttern für eine viertel bis halbe Stunde auf der
Decke liegend auf. Das tut der Verdauung gut, es wird besser verdaut.
Wir fragen uns, was sein Verhalten für eine Ursache haben könnte, denn
Zahnprobleme sind beseitigt. Rudi röchelt seit wir ihn haben (mehr als 3 Jahre)
fast ununterbrochen. Mal mehr, mal weniger. D. h. uns ist aufgefallen, dass dies
immer gehäufter auftrat, wenn er z. B. Grünzeug gierig gefressen hat. Deswegen
haben wir Grünzeug für Rudi immer auf ein Mindestmaß gehalten, damit das Röcheln
nicht überhand nahm. Man muss dazu sagen, dass ihm dieses Röcheln bis heute nicht
stört! Er ist munter, aktiv und vor allem frisst und trinkt er völlig normal.
Dennoch muss es eine Ursache haben. Ob ein Zusammenhang besteht?
Rudi frisst nach wie vor von selbst gar nichts, er schluckt nur seinen Brei den
wir ihn regelmäßig zufüttern. Das macht er einfach super, also keine
Schluckbeschwerden und er mahlt auch den Brei ohne Probleme hin und her. Also nutzen
sich auch die Zähne etwas ab. Er beißt aber kaum etwas...
Seit heute füttern wir Rudi auch die BEBA-PRE-Nahrung zu. Zweimal am Tag bekommt
er jeweils 9 ml von der lauwarmen Säuglingsanfangsnahrung. Wir bereiten wie immer
zu: 50 ml lauwarmes Wasser vermischt mit 1 der Packung beiliegenden Löffel Pulver.
Dann abgekühlt auf Körpertemperatur und auch diese schluckt Rudi problemlos. Man
muss natürlich bei Flüssigkeit sehr vorsichtig sein mit dem Eingeben, damit nichts
in die Lunge gelangt. Es wird kein Durchfall ausgelöst, sondern Rudi nimmt über
die PRE-Nahrung am besten die notwendigen Vitamine, Mineralien und Spurenelemente
auf. Diese PRE-Nahrung ist beser als alle Vitamintropfen zusammen! Denn die lauwarme
PRE-Nahrung ist bekömmlicher!
Seit gestern fällt uns auf, dass Rudi irgendwie Dämmerung sucht, d. h. wenn wir
ihn nach dem Zufüttern aufwärmen möchte er sein Köpfchen irgendwie unter einem
Deckenzipfel verstecken. Die Augen sind leicht verklebt, nicht viel, aber es fällt
auf, dass er auf Licht und Helligkeit empfindlich reagiert. Wir sehen uns die Augen
genauer an. Von vorne gesehen ist das rechte Auge völlig Ok, aber das linke Auge
ist im Bindehautsack vereitert. Es ist kein dickflüssiger Eiter, sondern eher
dünnflüssig, aber trübe. Man sieht dies nicht gleich, sondern erst, als wir das
Augenlied ganz vorsichtig etwas nach unten ziehen mit dem Daumen. Die Bindehaut ist
zusätzlich gerötet. Es liegt also eine Bindehautentzündung vor, deswegen die
Lichtempfindlichkeit. Wir legen über Rudis Käfig etwas zum Abdunkeln. Der Käfig
steht bereits erhöht. Die Bindehautentzündung kann unmöglich von Zugluft
ausgelöst sein, sondern eher aus einer allgemeinen Abwehrschwäche, weil es ihm
nicht gut geht und er ja von selbst nichts frisst, sondern "nur" regelmäßig den
Brei schluckt. Wir überlegen, was zu tun ist. Gegen die Bindehautentzündung muss
man auf jeden Fall etwas unternehmen, denn er hat sicherlich leichte Schmerzen. Sie
muss antibiotisch behandelt werden, denn u. U. könnte eine Infektion mit Bakterien
die einseitige Bindehautentzündung ausgelöst haben, aufgrund der Abwehrschwäche.
Da Sonntag ist können wir heute nicht zum Tierarzt. Wir beschließen, dass wir
Rudi 1,3 ml Chloromycetin Palmitat Saft (Antibiotika) über das Mäulchen eingeben, denn
wir können nicht länger warten. Da Rudi gut schluckt sehen wir keine Bedenken erstmal,
wenn es Schwierigkeiten gibt, werden wir das Eingeben absetzen, und auf das Spritzen
subcutan zurückgreifen, auch natürlich wenn wegen der oralen Eingabe jetzt Durchfall
auftreten würde. Wir geben 1,3 ml Chloromycetin Palmitat auf einmal ein, wenn es vertragen
wird und keine Probleme auftreten, und sich natürlich in den nächsten drei Tagen eine Besserung
am Auge einstellt, werden wir diese auf sein Gewicht ausgerechnete Dosis von 1,3 ml
auf zweimal am Tag verteilen, d. h. früh und abends ca. 0,6 ml. Chloramphenicol ist
besser wirksam, wenn es auf zwei Dosen pro Tag verteilt verabreicht wird. Sollte
keine Besserung mit diesem Antibiotika eintreten, werden wir es wechseln und
spritzen lassen. Augentropfen oder Salbe möchten wir nicht anwenden, da uns immer
wieder berichtet wurde und auch unsere eigenen Erfahrungen in den Jahren zeigen,
dass der Tränenfluss eher noch verschlimmert wurde, vor allem beim Einbringen von
Salbe. Wir hoffen jetzt, dass das Antibiotika anschlägt. Des weiteren bestellen wir
in der Apotheke Echinacea Globuli um seine Abwehrkraft insgesamt zu steigern.
Wir werden wohl morgen oder übermorgen den Tierarzt aufsuchen. Es geht uns darum,
dass im Mäulchen eventuell eine Pilzinfektion vorliegen könnte, ausgelöst durch
die allgemeine Abwehrschwäche, weshalb vielleicht auch deswegen Rudi nicht mehr von
selbst fressen mag oder kann. Das Röcheln lässt uns keine Ruhe, vor allem, weil
wir das Röcheln schon mal bei einem Tier kannten, dass auch später unter einer
Pilzinfektion im Mäulchen gelitten hat, und auch nicht mehr schlucken konnte. Nach
der Behandlung mit Jod-Lösung (Auspinseln von Maul) und Nizoral-Tabletten (1/10
Tablette pro Tag) wurde es besser und das Meeri fraß wieder langsam aber stetig von
Tag zu Tag besser und mehr. Deswegen wollen wir bei Rudi diesen Test machen lassen.
Wir haben zwar bei der Zahnkontrolle am vergangenen Wochenende beim Tierarzt keinen
weißen Belag auf den Schleimhäuten gesehen, aber dass kann ja jetzt durchaus
vorliegen...
Um etwas Abwechslung in den Speiseplan von Rudi zu bringen füttern wir einmal am
Tag statt eingeweichten Pellets: löslichen Haferflocken-Brei, und den Pelletes-Brei
vermischen wir zweimal am Tag mit Hipp Baby Frühkarottenbrei. Alles mag Rudi gerne
schlucken, pro Fütterung ca. 15 ml insgesamt. Er fühlt sich wohl, weil er keinen
leeren Magen hat, die Verdauung Ok ist und er viel Zuwendung bekommt.
Abends stellen wir fest, dass zwischen dem tränenden Auge und dem Ohr ein
"Knubbel" ist, der weich ist und nur in der Haut sitzt, da er sich verschieben
lässt. Ein Abszess?
Rudi bekommt am Morgen 0,6 ml Chloromycetin Palmitat. Er schluckt diese geringe
Dosis vom Antibiotika doch recht gut. Danach füttern wir Rudi wieder Brei zu, damit
er diesen Geschmack schnell im Mäulchen wieder verliert. Es ist auf jeden Fall eine
leichte Besserung bei den tränenden Auge zu beobachten. Wir sind keine Freunde der
oralen Eingabe von Medikamenten, aber wir konnten nicht länger warten gestern. Bis
jetzt wird es von Rudi problemlos aufgenommen. Es sind keine Veränderungen
hinsichtlich des Fressverhaltens zu bemerken. Er frisst bzw. schluckt sehr gut den
Brei. Es ist ebenfalls kein Durchfall zu bemerken und da er alles gut schluckt,
laufen bei Rudi keine Medikamentenreste daneben. Würden wir Veränderungen
bemerken, also das Gegenteil von dem was wir hier geschrieben haben tritt ein, dann
werden wir SOFORT auf das Spritzen vom Antibiotika zurück greifen und NICHTS weiter
übers Mäulchen eingeben.
Wir fahren mit Rudi zum Tierarzt, wegen diesem "Abszess" neben dem Auge das leicht
eitert und weil wir einen Abstrich aus dem Mäulchen anfertigen lassen werden, damit
wir einen Pilzbefall als Grund der Nahrungsverweigerung ausschließen können. Wir
stellen Rudi vor: Unser Tierarzt ist der Ansicht, dass es jetzt noch keinen Sinn
macht an diesem "Abszess" zu schneiden ohne negative Folgen zu riskieren
(Operationen im Kopfbereich bei Meerschweinchen sind risikoreich, dass wissen wir).
Außerdem scheint dies nicht der Grund zu sein für Rudis Gesamtverhalten, denn
dieser Knubbel verursacht keine Schmerzen, er befindet sich "nur" in der Haut und
nicht irgendwie mit dem Knochen verbunden. Druck ergibt, dass es weich ist und keine
Schmerzen ausgelöst werden, weil Rudi bei der Untersuchung dieser Stelle nicht
zusammenzuckt oder dabei jammert. Er ist der Meinung, dass man nochmals die Zähne
kontrollieren sollte, und dies wird gemacht. Die vorderen Backenzähne könnten noch
etwas gekürzt werden, was gemacht wird, nicht viel, denn die "richtige" Korrektur
liegt ja erst eine gute Woche zurück. Er sagt, dass eventuell die Vorderzähne
etwas zu lang sind. Wir möchten nicht, dass zuviel vorne gekürzt wird, und sagen,
dass er auf dem Weg zum Tierarzt an den Küchentüchern in der Transportbox
geknabbert hat und angezerrt hat, also deuten wir dies so, dass er noch zubeißen
könnte, wenn er wollte, also ein anderer Grund vorliegt. Dann wird der Pilzabstrich
angefertigt. Ein Watte-Stück wird in Rudis Mund geführt und der Speichel damit
aufgefangen und auf eine Kultur in einer Petri-Schale gestrichen. Das Ergebnis
bekommen wir am Mittwoch. Unser Tierarzt sagt, dass wir Rudi jetzt weiter füttern
sollen (ist ja klar!). Die Zähne können nicht mehr als Ursache in Betracht
kommen`- unserer Meinung nach...
Wir fahren nach Hause. Wir gönnen Rudi etwas Ruhe, dann wird er wieder
zugefüttert mit Brei. Aufgrund seiner allgemeinen Abwehrschwäche und unserer
vermuteten Pilzerkrankung haben wir gestern in der Apotheke "Echinacea
Streukügelchen D6" bestellt und holen es ab. Wir geben es Rudi abends erstmalig
ein, d. h. 3 Kügelchen, die wir in 1 ml Wasser auflösen und dann in die Spritze
einsaugen mit etwas Brei vermengt. Wir werden es 2 mal täglich eingeben, jeweils 3
Kügelchen in Wasser aufgelöst. Wir sehen uns einmal die Vorderzähne genauer an.
Vielleicht hatte unser Tierarzt doch recht, dass sie etwas kürzer sein müssten,
denn der obere Vorderzahn scheint uns doch etwas, aber wirklich nur etwas, zu lang
und wächst etwas Richtung nach innen. Hm, ob das der Grund ist? Wir können es uns
fast nicht richtig vorstellen und möchten vor einem Kürzen des oberen Vorderzahns
erst noch das Ergebnis am Mittwoch wegen den Pilzen abwarten. Rudi muss jetzt
erstmal weiterhin zugefüttert werden. Er hat kaum abgenommen, weil er eben diese
Menge an Brei frisst und gut schluckt und sich nicht wehrt und so sich viel Stress
erspart. Abends geben wir wieder 0,6 ml Chloromycetin Palmitat ein. Wärmen und
Streicheln ist wichtig für Rudi, er genießt die Zuneigung, durch Glucksen und
Knattern bringt er dies uns gegenüber zum Ausdruck.
Rudi - unser Sorgenkind. Es ist Morgen und wir füttern Rudi weiterhin und er
bekommt wieder 0,6 ml Chloromycetin Palmitat. Die Augen sehen besser aus und eitern
auch nicht mehr weiter. Wir beschliessen, dass wir abends wieder zum Tierarzt gehen,
weil inzwischen auch wir vermuten, dass die Vorderzähne oben ein Stückchen
(höchstens 1 - 1 1/2 mm) zu lang sein könnten und möchten mit ihm darüber
sprechen. Rudi bekommt nach dem Antibiotika noch die Echinecea D6 Streukügelchen in
Wasser aufgelöst (dauert etwas) und mit etwas Brei vermischt nimmt er diese mit
auf. Rudi schluckt gut seinen Brei aus Pellets und mit Baby-Brei vermengt.
Es wird abends und gegen 18 Uhr machen wir uns auf dem Weg zum Tierarzt. Wir kommen
an und sagen, dass auch wir inzwischen vermuten, dass die Vorderzähne etwas stören
könnten und der Grund sein könnten, dass Rudi nicht frisst bzw. fressen kann... Er
schaut sich die Zähne an, aber sie sind noch nicht so lang und er ist seinen
Erfahrungen nach fest überzeugt, dass meist die Backenzähne die Ursachen sind
dafür, dass nichts gefressen wird, bzw. gefressen werden kann... Er kontrolliert
die Backenzähne folgendermaßen, da er glaubt, dass Rudi das Mäulchen nicht
richtig schließen kann und so die Backenzähne vorne nicht aufeinander stehen und
nichts gemahlen werden kann. Er überprüft dies folgendermaßen mit dem
Zungenspatel. Er führt es von vorne ins Mäulchen ein, wo die Backenzahnreihen
sitzen und stellt fest, dass er mit dem Spatel weit ins Mäulchen hinein kann.
Normalerweise müsste der Spatel schon weit vorne auf Widerstand stoßen, wenn die
Backenzahnreihen übereinander stehen und schliessen. Das ist bei der rechten Seite
auch nicht der Fall, also schlussfolgern wir, dass an den hintersten Backenzähnen
irgendwelche Spitzen sind, die aufeinanderstoßen beim geschlossenen Mäulchen, und
es nicht zulassen, dass die gesamte Backenzahnreihe aufeinander steht und so Rudi
nicht mahlen kann. Er versucht dies mit dem Zahnbesteck ohne Narkose zu
kontrollieren - unmöglich, soweit hinten sind die hintersten Zahnreihen und es ist
enormer Streß für Rudi und außerdem ist die Zunge immer wieder im Weg um einen
freien Blick zu ermöglichen oder gar dies zu korrigieren.
Wir können nur als letzte Möglichkeit die Kurznarkose beschließen. Rudi bekommt
die Narkosespritze in den Oberschenkel gestoßen, und ca. 5 Minuten später schläft
Rudi fest. Beim Einschlafen halte ich Rudi auf dem Arm und rede beruhigend auf ihn
ein. Er atmet normal und das Röcheln, dass uns Sorgen wegen einer Narkose bereitet
hat, ist nicht zu hören und stört auch nicht. Rudi wird nun das Mäulchen in
Narkose geöffnet und er hat so kaum Stress. In der Tat verhinderten Spitzen ganz an
den hintersten Backenzähnen das Rudi sein Mäulchen so schließen konnte, dass ALLE
Backenzähne aufeinander mahlen. Die Spitzen werden entfernt mit der Knips-Zange und
wir hoffen alle jetzt, dass dies endlich der Grund ist für sein Verhalten, dass er
nichts von alleine fressen kann... Vorne werden die Zähnchen so belassen wie sie
sind. Rudi bekommt die "Aufwachspritze" ebenfalls in den Oberschenkel gespritzt und
ca. 15 Minuten später ist Rudi wieder da, wenngleich auch noch etwas müde und
unsicher. Unser Tierarzt ist am Überlegen, ob man den Biss der Backenzähne besser
kontrollieren kann, also ob die gesamte Zahnreihe links und rechts schließt oder ob
hinterste Backenzahnspitzen das komplette Schließen vermeiden, denn selbst die
"Spatel-Methode" ist zu unsicher und er möchte vermeiden, dass man jedes Tier in
Narkose legen kann, zumal es ja gar nicht immer möglich ist, bei Rudi nur, weil wir
ihn kräftig zufüttern und er deswegen noch ein gutes Gewicht hat. Von der
"menschlichen" Zahnmedizin gibt es Abdruckplättchen, die auf die unteren Zähne
gelegt werden und nach dem Zusammenbeißen ist der Abdruck sichtbar und man kann
genau erkennen, wo was noch stört... Er möchte es ausprobieren.
Wir fahren mit Rudi nach Hause, halten unterwegs zweimal an um zu kontrollieren ob
alles Ok ist, denn es ist leider eine etwas längere Fahrt. Zu Hause angekommen
setzen wir Rudi in seinen gewohnten Käfig. Zufüttern erstmal noch nicht, er ist ja
noch nicht völlig da und verschlucken sollte er sich wirklich nicht noch! Wir
streicheln Rudi statt dessen noch etwas. Zu diesem Zeitpunkt können wir gar nicht
sagen, ob es Rudi nun wieder gelingt von selbst etwas zu mahlen...es ist zum
Verzweifeln. Wir geben abends kein Chloromycetin Palmitat ein, die Augen sind ja
auch besser.
Rudi hat sich von der Narkose erholt, d. h. verhaltensmäßig ist er wieder Ok,
kein Taumeln und keine Müdigkeit mehr die von der Narkose stammt. Früh bekommt
Rudi wieder seine 3 Echinacea Globuli. Es ist zum Verzweifeln, von alleine frisst
Rudi gar nichts, Zufüttern mit Pelletsbrei vermengt mit Babymöhrengläschen klappt
einwandfrei. Er nimmt weiterhin pro Fütterung ca. 6 - 7 voll 3 ml Einwegspritze.
Durch diese "künstliche Ernährung" ist die Verdauung nach wie vor völlig Ok, kein
Durchfall, im Gegenteil er macht "normale", wenn auch etwas hellere und kleinere,
Böhnchen. Deswegen fühlt er sich auch wohl: Keine Bauchschmerzen und kein Hungergefühl.
Wir haben versucht ob Rudi nun besser mahlen kann und haben "Möhren-Sticks"
geschnitten, 1 cm lang, 2 mm dick und breit. Einen haben wir ins Mäulchen geschoben
und Rudi hat fast 10 Minuten darauf rumgefressen - aber nichts runterbekommen. Mist.
Auch mit Apfelstückchen klappt es nicht, sie werden nur zermatscht. Wir bekommen
den Eindruck nicht los, dass es zwar jetzt mit den Backenzähnen völlig OK ist,
aber dennoch der obere Vorderzahn Rudi Schwierigkeiten bereitet.
Wir sehen es uns genauer an. Der obere Vorderzahn ist ganz leicht an der Spitze
bräunlich verfärbt - eher hellbraun. Das heißt, dass es nutzlos ist dieses Stück
und aus "alten Zeiten" haben wir noch unsere sehr grobe Nagelfeile. Wir müssen
vorsichtig sein, ich halte mit der linken Hand Rudi´s Köpfchen fest und mit
Daumen und Zeigefinger drücke ich die "Lippen" beiseite, sodass der obere
Vorderzahn frei liegt. Mit der rechten Hand feile ich ganz vorsichtig und
gleichmäßig etwas schräg gehalten am oberen Vorderzahn. Ich muss etwas länger
feilen, was Rudi etwas schlaucht, aber wir sind wirklich der Auffassung, dass Rudi
dieses Stückchen Vorderzahn stört und mit ein Grund ist, dass Rudi nichts
frisst.... Wir können nicht einfach zuschauen und werden es auch unseren Tierarzt
mitteilen, dass wir dies gemacht haben. Nach der Feil-Prozedur gönnen wir Rudi
erstmal Ruhe, dann füttern wir wieder unseren "Spezial-Brei" zu. Er frisst es ohne
Probleme, möchte aber diesmal nicht soviel. Die Zahnproblematik ist weitaus
komplizierter als viele denken. Wir lassen es auch zukünftig das kleingeschnittene
Obst oder Gemüse ins Mäulchen zu schieben. Rudi bekommt von uns stattdessen die
aufgeweichten Pellets unzerdrückt ins Mäulchen geschoben, mit dem Zeigefinder
etwas hinter den Zähnen, diese werden ja auch etwas gemahlen, was im aufgeweichten
Zustand nicht schwer fällt und Rudi auch gerne annimmt. Das Wetter ist
verhältnismäßig warm und wir geben Rudi zweimal am Tag jetzt etwas Wasser ein 3 x
3 ml. Das wird auch gerne genommen, man muss nur ganz vorsichtig drücken damit man
nichts an Flüssigkeit in den Rachen schießt und noch etwas in die Lunge gelangt.
Dann wäre Rudi verloren, es würde eine Lungenentzündung folgen. Es ist abends und
nachher bekommt Rudi wieder die Echinacea Globuli D6. Wir füttern zu uns wärmen
Rudi im Wechsel und hoffen... Chloromycetin Palmitat werden wir vorerst nicht mehr
eingeben, da das Auge besser ist.
Der Pilzabstich: Ergebnis ist: KEIN Pilzbefall der Schleimhäute...
Rudi bekommt früh und abends seine 3 Kügelchen Echinacea D6 in Wasser aufgelöst. Des weiteren füttern wir alle 3 Stunden aufgeweichte Pellets zu, indem wir die aufgeweichten Pelletes mit dem Zeigefinger ins Mäulchen seitlich schieben, so dass Rudi diese etwas mahlen muss. Er mahlt gut und wir lassen Rudi viel Zeit dazu. Rudi bekommt auch zweimal am Tag 2 x 3 ml Wasser und einmal heute wieder 3 x 3 ml lauwarme Beba PRE-Nahrung. Rudi verträgt diese Nahrung gut. Er fühlt sich wohl, da der Bauch voll ist, die Verdauung keine Probleme bereitet und nach dem Füttern immer auf der Decke liegend gewärmt wird. Rudis Augen haben heute nicht getränt - sie sehen "normal" aus und sind glänzend. Er hält sein Gewicht. Gegen Abend sehen wir Rudi im Heu wühlen, und auch, dass Rudi mit den Mäulchen mahlt. Da wir ihn nicht direkt anstarren können und so beobachten können - sonst würden wir ihn irritieren -, was er genau frisst, nehmen wir an, daß er Kleinsteile von Heu mahlt. Jedenfalls mahlt er irgendwas mit den Mäulchen gleichmäßig hin und her. Ein Erfolg, dass er wieder selbst beginnt? Wir müssen abwarten und Tee trinken - und Rudi natürlich weiterhin so zufüttern. Rudi bekommt kein Chloromycetin Palmitat vorerst mehr.
Rudi bekommt früh und abends wieder Echinacea D6 Globuli (in Wasser aufgelöst)
mit der Einwegspritze seitlich ins Mäulchen gespritzt - vorsichtig, damit er sich
nicht verschluckt.
Er wird alle drei Stunden mit Pellets zugefüttert, allerdings zerdrücken wir die
aufgeweichten Pellets nicht mehr, sondern schieben diese nach wie vor seitlich in
Rudi´s Mäulchen, er mahlt sie somit auch noch etwas dabei und nutzt etwas
mehr die Zähnchen ab.
Die Augen sind normal, keinen Ausfluss. Er fühlt sich soweit gut, allerdings am
besten fühlt er sich - wie sollte es anders sein - nach dem Aufwärmen auf der
Decke liegend.
Es ist unglaublich für uns, wir setzen Rudi nach dem Zufüttern und Wärmen in seinen Käfig zurück, wo er zuerst anscheinend wahllos im Käfig sucht, bis er zielstrebig auf den Apfelschnitz zugeht und daran mindestens 10 mal knabbert und die abgebissenen Stückchen auch mahlt und schluckt!!! Wir sind überglücklich! Hoffentlich geht es weiter jetzt aufwärts. Unsere Hoffnung, dass Rudi heute auch noch an andere Sachen seine Zähnchen versucht zu wetzen, wurden enttäuscht. Aber es ist doch schon ein sehr guter Fortschritt, die ersten selbstständigen Knabberversuche! Und deswegen heisst es jetzt: Kämpfen für Rudi und weiter zufüttern! Er gibt auch nicht auf! Vielleicht sieht alles morgen noch viel besser aus als heute!
Rudi geht es unverändert. Echinacea, Zufüttern mit Pelletsbrei alle drei
Stunden und zweimal am Tag lauwarme BEBA Pre-Nahrung mit Spritze. Wir kaufen jetzt
Vitakraft Vita Spezial "Regular", da darin ein höherer Rohfasergehalt ist als in
"Junior" und laut Verpackung auch besser ist für ältere Meerschweinchen, weil mehr
Magnesium für die Muskulatur drin ist, und gerade das ist wichtig für Rudi´s
Kaumuskulatur, damit diese nicht erschlafft, weil er ja von selbst kaum etwas
aufnimmt und frisst. Wir können die Regular-Pellets allerdings nicht mehr
einweichen und hinters Mäulchen schieben - sie sind etwas größer als die
"Junior"-, also zerdrücken wir sie nach dem Aufweichen wieder und füttern mit der
Spritze zu. Es klappt natürlich und Rudi schmeckt es unserer Meinung nach sogar
etwas besser, weil er etwas mehr von der Spritze nimmt! Von alleine versucht er
seine Zähne am Knäckebrot zu wetzen, aber irgendwie klappt es nicht und er gibt
schnell auf. Mit dem Körnerfutter klappt es etwas besser, er nimmt kleine Körnchen
auf und mahlt auch etwas. Wir haben auch ein Brennesselkräuter-Päckchen gekauft,
und er hat ein wenig davon selbst gefressen, aber alles nur ein kleiner Erfolg, kein
wirklicher Fortschritt. Wir füttern weiter zu, er gibt ja auch nicht auf, wenn man
seine Knabberversuche sieht! Es kann noch etwas dauern, Tiffy ging es ja erst 6
Wochen später viel besser, nachdem die Probleme beseitigt worden sind.
Am Abend vom 2003-04-20 können wir sehen, wie Rudi Möhrenkraut frisst! Wir legen
etwas kleingerissen in den Käfig und er nimmt es, wenn auch etwas zögerlich, aber
etwas verschwindet in seinem Mäulchen und wird gemahlen. Wir wünschen uns sehr,
dass Rudi bald wieder "der Alte" ist.
Wie jeden Tag bisher: früh und abends Echinacea D6 und alle drei bis vier
Stunden Pelletsbrei (ab und zu mit wenig löslichen Haferflocken vermischt). Und
zweimal am Tag die Beba PRE-Nahrung.
Rudi fühlt sich weiter wohl und wir versuchen, ob er von selbst Möhrenkraut
fressen kann. Wir halten Rudi einen Halm mit dem Stiel zum Mäulchen hin und
schieben es leicht ins Mäulchen und er nimmt es und kaut! Er kaut
verhältnismäßig lange darauf, ABER er frisst und er mahlt und schluckt auch! Das
ist toll, einfach toll! Rudi selbst merkt auch, dass er wieder von selbst fressen
kann und man sieht in das irgendwie an, dass ihm das glücklicher macht. Wir müssen
jetzt die nächsten Tage abwarten, ob sich das von heute von Tag zu Tag steigert mit
dem selbst fressen. Wir hoffen es, aber das Zufüttern mit Brei und PRE-Nahrung wird
noch lange zusätzlich notwendig sein, ebenso das Wärmen auf der Decke nach dem
Zufüttern.
Rudi hat wieder selbstständiger mit dem Fressen begonnen. Er nimmt weiterhin
Möhrenkraut auf, wenn man es ihn etwas mit den Stängel nach vorne ins Mäulchen
schiebt und es hinten mit den Backenzähnen greift, dann fängt er mit den Mahlen
an. Es ist natürlich klar, dass es noch etwas länger dauert bis er es
"verschlungen" hat und ab und an hat er noch Probleme und würgt etwas, aber er hat
wieder angefangen - und gibt auch nicht mehr so schnell auf!!! Seit gestern hat er
selbstständig Grashalme genommen und gemahlen - wenn auch noch etwas zögerlich und
langsamer als ein gesundes Meeri... Aber wir sind froh, dass es jetzt erstmal so ist
wie es ist. Es macht ihn glücklich, wenn er selbstständig Nahrung nimmt und mahlt,
dass kann man an seinem Gesicht ablesen. Das Zufüttern ist nach wie vor
notwendig und er schluckt den "Vitakraft Vita Spezial Regular Brei" sehr gut und
nimmt es von der Spritze. Weiterhin Echinacea D6 (3 Kügelchen jeweils) morgens und
abends aus der Spritze. Das Auge das getränt hat ist wieder soweit Ok, allerdings
ist etwas Fell ausgegangen, dadurch, dass es vom damaligen Tränen etwas immer
feucht wurde. Sein "Abszess" (sicher ist dies nicht) macht Rudi keine Probleme, auch
nicht beim Fressen und Zufüttern.
Heute wollte er sich übrigens aus Gier auf ein Stück "Babymaiskolben" stürzen
und kräftig zubeißen, aber das funktioniert noch nicht...wir haben es zerkleinert
und die Krümelchen nimmt er auf, wenn auch nicht allzu viel, denn sie sind ihm wohl
noch etwas zu hart. Wir verzichten erstmal darauf (mit Babymaiskolben), denn wir
möchten ihn nicht entmutigen, wenn das noch nicht klappt. Möhrenkraut und trockene
Grashalme sind ein großer Fortschritt jetzt! Rudi kämpft!
Man muss noch erwähnen, dass er im Käfig nicht so gerne selbstständig frisst,
sondern er frisst vornehmlich selbstständig, wenn wir seine "Höhle" aus einer
Decke auf dem großen Sessel gebastelt haben - also ausserhalb vom Käfig. Im Käfig
fühlt er sich nicht so wohl und deswegen füttern wir ihn auch dort mit
Möhrenkraut und mit Grashalmen. Er frisst es und wenn er "fertig" ist, dann legt er
sich bequem hin und wärmt sich so und verdaut besser.
Rudi fühlt sich etwas "schlapp" an und wir schlussfolgern, dass dies an den
warmen Temperaturen liegen muss, die seit einigen Tagen hier tagsüber herrschen und
wir beschließen, dass wie Rudi öfter am Tag etwas Wasser mit der Einwegspritze
zuführen, wegen des Kreislaufs.
Rudi wird zugefüttert, allerdings drücken wir keinen Brei mehr aus den Pellets,
sondern so nimmt sie Rudi: Wir halten die aufgeweichten Pellets mit Daumen und
Zeigefinger und vors Mäulchen. Rudi nimmt sie und mahlt sie. Das freut uns sehr,
dass dies so klappt. Echinacea bekommt er auch wieder zweimal heute über´s
Wasser aufgelöst.
Von alleine frißt Rudi einige Grashalme und Möhrenkraut - sowohl innerhalb als
auch außerhalb vom Käfig.
Rudi geht es den Umständen entsprechend gut und wird weiterhin mit aufgeweichten Pelletsbrei zugefüttert, zweimal am Tag die lauwarme Beba-Pre-Nahrung, und früh und abends Echinacea D6 wie in den letzten Tagen. Er frisst selbstständig trockene Grashalme und trockenes, frisches Möhrenkraut. Bevorzugt außerhalb vom Käfig auf dem Sessel auf seiner Decke sitzend. Dort fühlt er sich wohl. Er verliert kein Gewicht und ist auch insgesamt stabil und wir hoffen jetzt dass es in den kommenden Tagen weiter bergauf geht, aber zumindest der derzeitige Zustand so bleibt und Rudi so auch nicht schwächer wird. Gestern haben wir zur Paramunisierung vom Tierarzt BAYPAMUNE spritzen lassen. Dieses Mittel ist zur Immunstärkung sehr empfehlenswert!
Rudi frisst wieder weniger Grünfutter, d. h. er nimmt freiwillig kein Möhrenkraut mehr und auch kein trockenes Gras. In den Vortagen hat er es noch von selbst genommen und heute will er nicht mal mehr mahlen, wenn man ihn das Grünzeug leicht ins Mäulchen schiebt, so dass er es mit den Backenzähnen greifen könnte... Was ist los? Wir sehen uns die Vorderzähne an und erkennen eine leichte Schräge des unteren Vorderzahns und wir nehmen deshalb an, dass sich an den Backenzähnen wieder einseitig Spitzen gebildet haben bzw. aufgrund des unzureichenden Zahnabriebs gewachsen sind, die Rudi an der Zunge kratzen und stören und er so wieder nicht gleichmäßig mahlen kann... Rudi hat sich in den letzten Tagen richtig "gemausert" und nun wieder das!!! D. h. wir müssen Rudi jetzt wieder mehr zufüttern - er nimmt auch freiwillig wieder mehr, klar, frisst weniger von selbst und hat mehr Appetit auf Pellets-Brei - damit er nicht schwächer wird. Wir geben wieder etwas mehr Wasser zusätzlich ein, weiterhin auch das Echinacea D6 - Globuli aufgelöst in Wasser. Noch können wir es weiterhin eingeben, aber Echinacea darf nur 8 Wochen hintereinander angewandt werden, dann müssen wir eine Pause von 8 Wochen einhalten. Wenn er jetzt weniger Wiesengrün frisst, dann werden wir auch wieder etwas Baby-Möhrenbrei in den nächsten Tagen zu den Pellets beimengen...
Nach dem "Tief" in den Vortagen geht es Rudi wieder besser - vielleicht lag es am
ständig wechselnden Wetter, dass ihn geschlaucht hat, denn Tiere sind wetterfühlig
- unserer Meinung und Erfahrung nach noch mehr als mancher Mensch... Wir müssen
natürlich nach wie vor und wie bisher zufüttern mit dem Pelletsbrei (im Wechsel:
aufgeweicht mit Spritze oder weiche Pellets ins Mäulchen geschoben) und Echinacea
bekommt er auch noch, aber er frisst wieder besser etwas mehr von alleine.
Er frisst täglich etwas Apfel, trockenes Gras und Möhrenkraut, knabbert
Körnerfutter und versucht auch seine Zähnchen am Heu zu probieren. Er gibt nicht
auf. Zwieback knabbert er auch zeitenweise, aber was wir seit dem 2003-05-02 machen,
ist, dass wir gekochten und abgekühlten REIS anbieten und Rudi frisst auch die
weichen Reis-Körner! Zwischendurch geben wir auch etwas Wasser per Einwegspritze
vorsichtig ein. PRE-Nahrung zur Zeit nicht. Er frisst selbstständig ausserhalb vom
Käfig als auch im Käfig.
Alle vier Stunden Pellets-Brei aus Vitakraft Spezial. Dazu zweimal am Tag mit
Hipp oder Alete-Möhrenbrei vermengt. Morgens und Abends bekommt er jeweils drei
Streukügelchen Echinacea D6, wir lösen sie nicht mehr in Wasser auf, sondern geben
sie einzeln ins Mäulchen ein und werden so mit dem Brei mitgemahlen. Gegen Mittag
bekommt Rudi den 20ml Pelletsbrei immer vermengt mit einer gehäuften Messerspitze
"Calcium Carbonicum"-Pulver aus der Apotheke. Rudi bekommt zwischendurch auch etwas
Wasser eingegeben und einmal am Tag etwas BEBA PRE-Nahrung. Pro Fütterung bekommt
er ca. 20 ml Brei, die auch gefreßen werden.
Rudi ist munter und aktiv sowie aufmerksam. Er hält durch das tägliche und
regelmäßige Zufüttern sein Gewicht bei ca. 950 Gramm. Er gurrt immer beim
Streicheln.
Rudi haben wir am 2003-05-08 zum Tierarzt mitgenommen. Es hat sich in den letzten
Tagen mit dem Würgen beim Zufüttern von Pelletsbrei gesteigert. Wir sind spät
abends los gefahren, weil es tagsüber sehr heiß war und im Auto fast
unerträglich. Wir kamen beim Tierarzt an und stellten Rudi vor und die Zähne
wurden kontrolliert mit der üblichen Methode. Zuerst wollten wir es gleich in
Narkose kontrollieren lassen, aber unser Tierarzt versucht es erst einmal so. Er
stellt fest, dass an den vorderen Backenzähne seit dem ersten Kürzen inzwischen
wieder Spitzen in Richtung Zunge gewachsen sind, und diese wird wieder eingeengt und
deswegen würgte Rudi wieder, weil er eben die Zunge nicht mehr so bewegen kann.
Deswegen hat Rudi auch wieder weniger von selbst gefressen. Rudi hat in den letzen
beiden Tagen vor der Zahnkontrolle nebst den Brei "nur" noch an mit Wasser
aufgeweichten Knäckebrot und Brötchen gefressen. Das selbstständige
Körnerfressen wurde in den letzten Tagen auch wieder weniger. Heu frisst Rudi
NICHT, er könnte es ja auch aufgrund der Zahnprobleme immer noch nicht
gleichmäßig mahlen - er ist aber ausreichend mit Rohfaser über den Pellets-Brei
versorgt.
Rudi wird wie üblich zugefüttert. Einen Tag nach der Zahnkorrektur der vorderen
Backenzähne (beidseitig) darf man noch nicht zuviel erwarten mit dem
"selbstständigen" Fressen, heute knabbert er vorwiegend am eingeweichten
Knäckebrot und eingeweichten Brötchen. Er sucht auch im Käfig rum (im Käfig
liegt: Heu, Möhren in Streifen geschnitten, Körnerfutter, Petersilie,
Knabbersachen - Knäckebrot und Zwieback und Brötchen, Haferflocken).
Die Backenzahnreihen weiter hinten haben sich laut Tierarzt nach der damaligen
Zahnkorrektur in Narkose wieder "eingeschliffen", soweit er es erkennen kann. Nur
vorne sind eben die Backenzähne in der Zwischenzeit wieder gewachsen.
Wir vermuten, dass die oberen Backenzähne nicht ganz mit den unteren Backenzähnen
passgenau übereinander stehen... und vorne eben keine "Gegenabnutzung" von oben her
stattfindet. Deswegen könnte zukünftig regelmäßig das Kürzen vorne notwendig
sein...
Was die Vorderzähne betrifft: Wir haben sie heute selbst wieder gefeilt, denn die
oberen Vorderzähne kommen uns doch etwas zu lang vor, und biegen sich auch leicht
nach innen, und wir sind der Ansicht, dass so Rudi wieder deswegen nicht "zubeissen"
kann. Wir feilen mit unserer kleinen, groben Nagelfeile ca. 1 - 2 mm ab, leicht
schräg angesetzt, damit es etwas spitz bleibt und der Zahn von der Seite gesehen
nicht zu dick wird. Rudi lässt sich die "Prozedur" soweit gefallen, ist aber danach
ziemlich gestresst. Wir müssen unseren Tierarzt darauf hinweisen, dass es mit
Sicherheit notwendig war, die oberen Vorder-Zähne bei Rudi zu kürzen bzw.
abzufeilen. Unten sind die Vorderzähne noch Ok.Wir müssen aber darauf hinweisen,
dass das Selbstabfeilen der Vorderzähne viel Erfahrung voraussetzt, denn mit der
Feile kann man auch die Lippen verletzen!
Rudi hat jedenfalls nach der gestrigen, erfolgreichen Backenzahnkorrektur und dem
Feilen der Vorderzähne heute, KEINE Probleme mehr beim Brei füttern und fressen,
er würgt NICHT mehr! Er schluckt den Brei gut, bzw. besser!
Rudi geht es soweit so gut. An seinem Zufütterplan (siehe oben) hat sich in
dieser Zeit kaum etwas geändert, außer, dass wir zur Zeit keine Beba PRE Nahrung
mehr zufüttern jeden Tag, denn sonst müsste man Rudi zu oft füttern pro Tag und
er hat sich ohnehin schon sehr an die Breifütterung gewöhnt. Damit Rudi immer
wieder zum Selbst-Knabbern animiert wird, halten wir vor fast jedem Zufüttern am
Tag etwas hartes vors Mäulchen (Knäckebrot, getrocknetes Brötchen) und streicheln
und kraulen dabei seinen Rücken und er beißt "vor Wut" ins Brötchen oder
Knäckebrot. Man merkt, dass das Knabbern auf jeden Fall seit unserem
"Selbst-Abfeilen" der Vorderzähne besser klappt. Er knabbert auch etwas
selbsständig weiter daran rum, aber besser klappt es noch, wenn man es etwas in
lauwarmes Wasser einweicht. So hat er es jedenfalls leichter, was abzubeissen.
Seine Verdauung ist nach wie vor so gut wie Ok. Normale Böhnchen zur Zeit, kein
Durchfall und kein Jammern etc. beim Urinieren.
Rudi frisst auch täglich selbstständig im Käfig, allerdings viel zu wenig für
seine früheren Verhältnisse. Er frisst Haferflocken, knabbert auch Knäckebrot und
hartem Brötchen und auch kleine weiche Apfelstückchen werden gefressen - ohne
Schale. Kleinste Trockenfutter-Teile werden auch gefressen, er versucht sich am Heu,
aber das klappt nicht.l Er frisst auch täglich etwas Möhrenkraut.
Aufgemuntert wird Rudi durch seinen Meeri-Freund, wenn wir die beiden zusammen
laufen lassen. Sein Freund weckt Rudis Lebensgeister beim gemeinsamen Auslauf, er
schnuppert, gurrt und freut sich sichtbar. So bewegt sich Rudi auch wieder
verstärkt, denn uns ist aufgefallen,. dass Rudi etwas träge geworden ist. Nach dem
Füttern legt er sich meist aufs Heu und ruht sich aus. Er sucht weniger
selbstständig nach Futter und bewegt sich so auch weniger. Wie gesagt, seine
Hinterläufe sind etwas schlapp und deswegen ist Bewegung umso wichtiger, damit die
Muskeln nicht erschlaffen oder sich sogar mit der Zeit zurückbilden - dass wäre
fatal!
Heute, am 2003-05-17, haben wir mit Rudi unseren Tierarzt aufgesucht. LAURABOLIN (Anabolika) haben
wir spritzen lassen (Rudi wiegtstabil um die 950 Gramm, er bekam 0,1 ml subcutan gespritzt).
Dieses Medikament ist gut für die Muskulatur des gesamten Meeri-Körpers, sowohl der
Kaumuskulatur als auch für die Muskeln des Bewegungsapparates. Aber natürlich nur
wirksam und aufbauend, wenn die Muskeln trainiert werden, also täglich Freilauf und
vor allem immer wieder die Knabberversuche - und ohne dem wäre Rudi ja gar nicht
mehr am leben - das Zufüttern und Ausprobieren.
Rudi geht es unverändert. Wir füttern nach wie vor täglich wie bisher zu.
Allerdings haben wir etwas Abwechslung nach der langen Zeit in Rudis Fütterplan
gebracht, wir geben Rudi statt Möhrenbrei auch "Gemüse-Allerlei", das mag Rudi
ganz gerne schlucken. So bekommt Rudi auch wieder mal einen anderen Geschmack.
Heute am 24. Mai haben wir leider entdeckt, dass Rudi am linken Füßchen einen
Ballenabszess hat bzw. hatte. War nicht groß, aber wir haben Rudi´s Füßchen
heute von verklebten Breiresten vom Putzen "befreien" müssen, und da ist uns dies
aufgefallen. Bisher nicht, weil es eben so klein war. Er ist aufgegangen und wir
haben den restlichen Eiter vorsichtig rausgedrückt und das Füßchen in lauwarmen
Wasser etwas gebadet. Das hat Rudi gefallen. Da es leider für einen Tierarztbesuch
zu spät war, haben wir als "erste Hilfe" etwas "Bepanthen" Salbe draufgerieben und
in Rudis Ecke haben wir Papierküchentücher gelegt, damit er nicht in Sägespäne
liegt, wegen der offenen Wunde. Heilt es nicht ab, werden wir den Tierarzt
aufsuchen. Jetzt hat Rudi auch noch diese Probleme, wie sie leider oft bei Meeris
auftreten die über einen langen Zeitraum zugefüttert werden und nicht ausreichend
von selbst fressen: Ballenabszesse, wohl auch durch mangelnde Bewegung ausgelöst
und längeres Liegen... Das Laurabolin hat Rudi NICHT geschadet aber ein Wunder ist
ausgeblieben...nun ja, wir haben den Tierarzt gefragt und man kann es nach zwei
Wochen nochmals spritzen, es hat eine Depot-Wirkung. Wir werden es machen
lassen.
Rudi frisst eingeweichtes Knäckebrot, knabbert Brötchen und Haferflocken von
selbst und aufgeweichte "Junior-Pelletes" nimmt er selbstständig aus der Hand und
frisst sie. Reis hat Rudi inzwischen nicht mehr angerührt, wenn wir es ihm ab und
an angeboten haben, vielleicht doch nicht so sein Geschmack.
Wir wissen nicht woran es liegt, warum Rudi immer noch nicht selbstständig alles
wie vorher frisst und wieder "der Alte" ist. Zahnprobleme schließen wir zu diesem
Zeitpunkt aus, er hat keine Probleme beim Breischlucken, würgt nicht und die
Vorderzähne haben unserer Erfahrung nach zur Zeit die richtige Länge. Vielleicht
verlernen die Tiere es über so einen langen Zeitraum? Vielleicht brauchen sie
lange, bis sie wieder wissen bzw. lernen, wie es geht? Wir unterstützen Rudi dabei,
auch dadurch, dass wir immer wieder Möhrenkrautstängel oder Grasstängel ins
Mäulchen schieben bis es mit den Backenzähnen gut gemahlen wird. Er kann mahlen
nur zur Zeit "zieht er es sich nicht rein". Hm, warum? Es gab vor einigen
Tagen / Wochen eine Zeit, wo er das wieder selbstständig konnte... Wir geben Rudi
nicht auf! Rudi gibt sich sehr große Mühe, lässt sich gut zufüttern und vor
allem nimmt Rudi auch nicht ab. Man muss natürlich dazu sagen, dass Rudis Pflege
viel Zeit jeden Tag kostet.
Es ist natürlich ärgerlich, wenn jetzt noch diese Ballenabszesse hinzukommen.
Aber dass kann man gut behandeln!
Rudi haben wir vor vier Tagen wieder unserem Tierarzt vorstellen müssen. Wir
konnten Rudi nicht mehr so gut mit der Spritze zufüttern und kamen auch nicht mehr
richtig ins Mäulchen rein. Rudi fraß von selbst gar nichts mehr und würgte wieder
gehäuft beim Breifüttern und vor allem lief auch viel Brei wieder aus den
Mundecken heraus. Wieder Zahnprobleme? JA! Ca. 3 Wochen nach der letzten Korrektur.
Die vorderen Backenzähne sind wieder zusammen gewachsen und haben der Zunge nur
wenig Spiel gelassen und deswegen die Kau- und Schluckbeschwerden. Die hinteren
Backenzähne sind Ok. Die Vorderzähne haben wir selbst wieder gefeilt und so kurz
gehalten, denn sie hatten sich wieder leicht nach innen gebogen, damit kann kein
Meeri sonst fressen bzw. knabben. Wir haben es aber nicht auf einmal an einem Tag
gefeilt, sondern auf drei Tage verteilt, immer ein kleines Stückchen vorsichtig,
sonst wäre es auf einmal zuviel Stress gewesen.
Ballenabszesse von Rudi. Wir haben uns Betaisodona Salbe und Kammilan besogrt. In
einem flachen, kleinen Schälchen baden wir Rudis Vorderfüßchen alle zwei Tage in
lauwarmen Wasser mit Kammilan versetzt. Er stellt seine Füßchen in das Schälchen
und man merkt an ihm selbst, dass es gut tut, denn er hält Ruhe. Nachdem die
Füßchen trocken sind, verbinden wir die beiden mit etwas Verbandszeug und etwas
Betaisodona Salbe darunter. Heute stellen wir fest, dass es doch geholfen hat. Wir
werden es aber nur alle zwei Tage machen, also Salbe auftragen und verbinden, denn
Iod ist in der Salbe und dass kann doch die Haut auch mit der Zeit angreifen und so
wieder Nebenwirkungen mit sich bringen. Wenn es weiter so abheilt, werden wir statt
Betaisodona Salbe wieder Bepanthen Wundheilsalbe verwenden.
Rudis Appetit: Wir sind ins Grüne umgezogen und das ist Rudi jetzt natürlich
auch. Der Umzug war für Rudi etwas stressig und die neue Umgebung mit all den neuen
Geräuschen und Gerüchen verängstigten Rudi etwas, aber inzwischen können wir es
selbst kaum glauben: Ein paar Tage später ist Rudi lebhafter und interessierter als
früher - in den tristen Wohnungen. Durch die frische Luft und die schöne Umgebung
(ab und zu kommt er mit raus in einer großen Transportbox) hat Rudi irgendwie neue
Lebenskraft geschöpft und es ist Wahnsinn: Er frisst
selbstständig die Pellets aus dem Schüsselchen und frisst Banane!!! Er mahlt auch
anderes Zeug wie Kleinstteile von Heu usw. Wir hoffen, dass Rudi jetzt so
weitermacht und heute haben wir Rudi NICHT mit der Spritze zugefüttert! Er hat das
gleiche gefressen wie sonst - nur eben selbstständig! EIN ERFOLG! In den
Tagen vorher haben wir Rudi wie sonst zugefüttert nach dem vorher üblichen
Fütterplan.
Rudi geht es unverändert BESSER!!!! Er frisst nach wie vor selbstständig seine
leicht eingeweichten Vitakraft Vita Pellets Junior von einem flachen, kleinen
Teller. Er frisst weiterhin täglich ein Stück Banane. Avocado ist genauso weich,
haben wir versucht ob er es mag - leider ist es fehlgeschlagen - er mag sie nicht.
Schade, dann hätte man etwas Abwechslung anbieten können. Rudi kommt aber mit dem
Futter zurecht. Die Rohfaserpellets halten seine Verdauung stabil, Vitamine sind
darin ja auch und durch die Banane bekommt er auch wichtige Nährstoffe noch
zusätzlich. Wir müssen dazu sagen, dass Rudi nun ganz anders futtert als
früher...eine totale Umstellung von "Normalen Futter" - wie eben auf unserer
Homepage beschrieben - auf nur Pellets und Banane. Aber es geht, denn die Verdauung
ist Ok - fast normale Böhnchen! Leider knabbert Rudi von selbst nicht, und so
werden wir die Vorderzähne weiter durch regelmäßiges Abfeilen oben kurz halten
müssen, ggf. auch unten, damit er weiter so fressen kann. Warum er nicht knabbert?
Keine Ahnung, vielleicht ist er einfach zu schwach dafür, hat es verlernt, oder
traut sich nicht mehr, weil es vielleicht Schmerzen verursachen könnte??? Wir
können Rudi nicht fragen.
Die Ballenabszesse machen Rudi zu Schaffen. Er sitzt teilweise nur auf
Papierküchentücher und diese sind weich genug. Zu Harte Unterlage, daran kann es
nicht liegen, dass dies aufgetreten ist, wie gesagt, wir tippen auf die
Mangelerscheinungen durch die Umstellung vom Futter. Zwischenzeitlich war es sogar
besser - wir haben keine Salbe mehr angewendet - aber es ist wieder gekommen und wir
baden Rudis Füßchen täglich in Kammilanwasser (lauwarm) im Schüsselchen, aber
wir spülen nun auch die kleinen Abszesse an den Fußballen mit Wasserstoffperoxid 3
% Lösung und 1 ml Einwegspritze nach dem Baden, damit der Eiter raus geht und sich
nichts neues bilden kann, die Wunden müssen wir immer etwas öffnen und dann die
Spülflüssigkeit reindrücken in die Blasen. Rudi stresst das etwas und er hat
leichte Schmerzen während dessen, aber wenn wir nichts unternehmen würden, dann
hätte er bald noch größere Schmerzen wegen den Ballenabszessen und unbehandelt
kann es ja bis zur Blutvergiftung kommen, wegen dem Eiter. Täglich fließt gelblich
weißer Eiter durch die Spülöffnungen mit hinaus, und wir hoffen so die Sache bald
wieder in den Griff zu bekommen, aber Abszesse können langwierig in der Abheilung
sein, eben von Tier zu Tier verschieden.
Behandlung: Baden der Füßchen in Kammilan, Trocknen mit Papierküchentuch,
Spülen mit Einwegspritze - gefüllt mit Wasserstoffperoxid. Wieder trocken und
anschließend eincremen mit Betaisodona und Binde herumwickeln und Rudi etwas danach
streicheln, damit er sich den Verband an beiden Füßchen nicht gleich wieder
herunter zieht. Aber die Füßchen schwellen mit dieser Behandlung wenigstens nicht
mehr weiter an.
Der Gesamtzustand ist den Umständen entsprechend Ok bzw. ja besser! ER hält sein
Gewicht, ist munter und aktiv und vor allem: Er frisst wieder und
wenn man sich die Chronik durchliest, bis dato hat es gedauert, dass Rudi wieder
selbstständig frisst.
Am 2003-06-30 sind wir abends mit Rudi zu unserem Tierarzt gefahren. Am
Wochenende ist uns bei der Zahnkontrolle, ob Feilen bzw. Kürzen der Vorderzähne
wieder notwendig ist, aufgefallen, dass Rudi die Vorderzähne nicht übereinander
hat, sondern er sie etwas verschoben hält und auch das Mäulchen nicht richtig
schließt bzw. etwas weiter offen hält. Wir bewegen mit Daumen und Zeigefinger
leicht den Unterkiefer hin- und her und hören Zahn-Geräusche, als ob etwas
aufeinander reibt und deswegen Rudi das Mäulchen nicht richtig schließen kann.
Zahnspitzen? Wir beschließen sofort am Montag den Tierarzt aufzusuchen. Rudi frisst
bis zum 2003-06-30 unverändert von selbst seine aufgeweichten Pellets und kommt
auch selbstständig zur Fütterspritze woraus er Gemüseallerlei frisst. Die
Verdauung ist Ok. Wir füttern nicht zu.
Wir kommen gegen Ende der Sprechzeit in die Praxis und so müssen wir nicht allzu
lange warten bis wir dran kommen. Wir schildern unserem Tierarzt das Problem und er
untersucht Rudi´s Kopf und stellt ebenso wie wir fest, dass er das Mäulchen
nicht richtig schließt bzw. weiter offen hält und der Unter-Kiefer etwas
verschoben ist. Bestimmt, so seine Vermutung vor der Kontrolle mit den Instrumenten,
dass Zahnspitzen gewachsen sind und diese nicht zulassen, dass Rudi das Mäulchen in
der gewohnten / normalen Stellung bringen kann, da sie aufeinander stossen.
Das Mäulchen wird geöffnet wie üblich und tatsächlich! Zahnspitzen!!! Es war im
Vergleich zu den vorherigen Korrekturen mehr als sonst, was unser Tierarzt kürzen
musste, vor allem auf der rechten Seite (von vorne gesehen). Rudi hat einseitig
gekaut, hat auf der linken Seite mehr abgenutzt als auf der rechten Seite und
deswegen ist die rechte Backenzahnreihe gewachsen und so konnte Rudi das Mäulchen
nicht mehr schliessen, während die linke Backenzahnreihe nicht mehr aufeinander
rieb. Die rechte Backenzahnreihe wurde von den gewachsenen Spitzen befreit und es
hat diesmal auch länger gedauert mit dem Kürzen. Rudi ist geschlaucht von der
Prozedur und nach dem Kürzen und Entfernen der Instrumente setzen wir ihn sofort
zurück in die Transportbox zum Erholen bzw. "Verschnaufen".
Wir sind fassungslos dass in diesem Zeitraum seit dem letzten Kürzen so enorme
Spitzenbildung auf der rechten Seite möglich war, wenn man bedenkt, dass Rudi
selbst gefressen hat, seine Pellets, und vor allem fast problemlos bis zu dieser
Zahnkorrektur!!! Wir sind ja diesmal "nur" zum Tierarzt, wegen dem verschobenen
Kiefer, und nicht, weil er irgendwelche Kaubeschwerden hatte! BIS ZULETZT HATTE RUDI
SELBST SEINE PELLETS GEFRESSEN!!! Und vermutet man dann solche massiven
Probleme?
Es wird uns deutlich, dass es bei Rudi wirklich darauf hinausläuft, dass trotz dem
Selbst-Fressen alle drei Wochen eine Kontrolle notwendig ist, ggf. dann gleich die
Zahnkorrektur. Wir können uns nicht mehr darauf verlassen, dass es noch OK mit
seinen Zähnen, wenn Rudi keine Schwierigkeiten beim Kauen hat. Es ist erkennbar,
dass sich Meerschweinchen mit solchen Problemen auch an mit der Zeit solche massiven
Fehlstellungen / Fehlwachstum gewöhnen können und sich damit arrangieren und
weiter fressen - bis es eben überhaupt nicht mehr geht irgendwann, wenn man nix
unternimmt. Deswegen ist jetzt fortan eine Zahnkontrolle der Backenzähne bei
unserem Tierarzt notwendig - alle drei Wochen - wie schon früher von uns vermutet.
Es ist besser, wenn dies gemacht wird, und ggf. nur das Kürzen von kleinen Spitzen
notwendig ist - was bedeutend weniger Zeit in Anspruch nimmt - als wenn man länger
wartet und eine Kontrolle und Korrektur erst durchführen lässt, wenn es Probleme
gibt, denn das Kürzen von massiveren Zahnspitzen ist fürs Meerschweinchen
anstrengender, weil es auch zeitlich länger dauert. Und die Korrekturen sind
zweifelsohne viel Stress und je kürzer die Zeit ist zum Kürzen und die Zeit, wo
die Instrumente im Mäulchen verbleiben, desto besser und vielleicht ist es bei
regelmäßiger Kontrolle alle drei Wochen so, dass man nur leicht mit der Feile
arbeiten muss, und nicht mit der Zange die Backenzähne "bearbeiten" muss.
Wir fahren nach Hause und hoffen, dass Rudi jetzt wieder besser fressen kann und
vor allem seinen Kiefer wieder richtig hält, so dass eben wieder die Vorderzähne
genau übereinander stehen. Rudi kann sein Mäulchen jetzt wieder weiter schließen,
und deswegen stehen auch wieder die Vorderzähne weiter zusammen und wir sagen
unserem Tierarzt, dass wir sie wieder selbst kürzen werden, denn die oberen
Vorderzähne scheuern sonst an der Zunge. Unten ist es Ok. Spät am Abend, wo sich
Rudi wieder etwas von dieser anstrengenden Prozedur erholt hat, kürzen wir die
obersten Vorderzähne um ca. 1 - 1 ½ Millimeter mit unserer Kürzzange. Wir
haben uns inzwischen selbst ein "Kürzzange", dem Instrument das Tierärzte
benutzten ähnlich, besorgt, nur ist dieses billiger gewesen. Wir können es einfach
besser einschätzen und wenn wir diese Erfahrung nicht hätten, dann würden wir es
auch nicht machen, sondern unserem Tierarzt überlassen.
Rudi frisst am selben Tag nicht so viel wie üblich, wir schliessen darauf, dass es
eben von dem ganzen Stress herkommt. Aber am Tag darauf frisst Rudi von selbst immer
noch nicht wie üblich, er muss sich wohl erst wieder daran gewöhnen mit den
gekürzten Zähnen zu fressen und wir füttern zum ersten Mal seit der Fütterpause
wieder etwas Pelletsbrei zu, bzw. schieben Rudi die aufgeweichten Pelltes seitlich
ins Mäulchen, damit er wieder merkt, dass es geht. In den folgenden Tagen bessert
es sich auch wieder und Rudi frisst wieder selbstständiger die Pellets aus dem
Schüsselchen.
Wir geben Rudi seit dem 2003-07-01 wieder Antibiotika Chloromycetin Palminat ein,
keine Probleme mit der Verdauung und Eingabe (wird schnell geschleckt), da Rudis
Auge getränt hat. Es ist auch wieder besser geworden inzwischen, aber für 10 Tage
möchten wir es durchziehen, jeden Tag 1 ml.
Rudi hält sein Gewicht stabil und ist soweit munter und auch neugierig. Er möchte
aber gerne gewärmt werden und legt sich dazu auf eine Decke und kuschelt sich zum
Ausruhen dann ein. Das tut ihm gut.
Rudi hält seine Vorderzähne wieder genau übereinander bei geschlossenem
Mäulchen und wir geben seit vorgestern kein Chloromycetin Palmitat mehr ein. Die
Augen tränen nur ganz leicht noch. Sein Gewicht hält Rudi und er ist nach wie vor
neugierig und lässt sich gerne streicheln und in der Decke wärmen. Was seine
Vorderfüßchen betrifft, bzw. die Ballenabszesse, so ist sein von vorne gesehen
linkes Füßchen so gut wie Ok, nicht mehr angeschwollen und kein Eiter mehr,
allerdings das rechte Füßchen macht nach wie vor Probleme, neuer Eiter bildet sich
nicht mehr, aber es ist immer noch etwas dick und wir können nicht mit
Wasserstoffperoxid säubern, bzw. spülen, weil die Phosphorsäure dazu führt, dass
es etwas ätzt und es fängt dann sofort wieder zu bluten an. Wir können die
Füßchen im Moment nur in lauwarmen Wasser und Kamilan baden. Die Kruste fällt
dann meist ab.
Was sein Fressverhalten betrifft, so ist es im Moment nicht ganz Ok, d. h. er
frisst zwar von selbst aufgeweichte Pelltes, eingeweichtes Knäckebrot und hat auch
ab und an in weiche Äpfel gebissen und einige Stückchen gefressen (die kann er
abbeissen, harte Äpfel nicht!), aber es ist im Vergleich zu vorher etwas weniger,
war wir u. a. noch auf die Zahnkorrektur der "Massiven" Zahnspitzen zurückführen.
Allerdings können wir bis heute nicht begreifen, wieso solche relativ enormen
Zahnspitzen vorlagen, und er dennoch bis zum letzten Tierarztbesuch ALLES
selbstständig gefressen hat. Wieso haben sich in diesem Zeitraum solche Spitzen
gebildet? Es war der gleiche Zeitraum zum letzten Tierarztbesuch und er hat
bedeutend mehr von alleine gefressen???!!!
Wir füttern also Rudi wieder "gefühlsmäßig" etwas zusätzlich an Pelltes. Nicht
als Brei, sondern schieben die eingeweichten Pellets seitlich mit dem Zeigefinger
ins Mäulchen. Er mampft und schluckt es brav, soviel wie er mag geben wir ihm pro
Fütterung (2 - 3 mal am Tag).
Ist es draussen warm, dann mag Rudi seinen Tag am liebsten im Freien in seiner
geräumigen Tiertransportbox verbringen. Diese stellen wir erhöht auf (Tisch) und
achten darauf, dass keine Sonne reinscheint (die Sonne wandert!!!), sonst würde es
sich überhitzen und an der Frontseite zum Raussehen haben wir ein Fliegengitter
davor befestigt, damit keine Insekten (Hornissen, Wespen, Bienen,...) reingelangen
und Rudi piesacken. Ist Rudi draussen, dann hat er mehr Appetit.
Gestern am 28. Juli sind wir vormittags zu unserem Tierarzt gefahren. Es war
leider wieder soweit. An den Tagen vorher haben wir wieder bei der "Zahnkontrolle"
bei Rudi bemerkt, dass er seine Vorderzähne wieder schräg hält, d. h. wieder
nicht senkrecht in Ruhestellung übereinander und außerdem hält er sein Mäulchen
dabei unverhältnismäßig offen. Rudi frisst bis zum Tierarztbesuch unverändert
augenscheinlich problemlos seine leicht eingeweichten Pellets und auch beißt er
sich Banane ab und frisst sie und mahlt es so gut wie gleichmäßig hin und her.
Flüssigkeit (Wasser) nimmt Rudi immer von selbst aus seiner "Fütterspritze", die
wir ihm regelmäßig immer hinhalten und vorsichtig dann drücken, wenn er den
Stutzen ins Mäulchen genommen hat. Wir vermuten vor dem Tierarztbesuch, dass sich
wohl wieder einseitig Spitzen gebildet haben, aber was uns bei der Kontrolle durch
unseren Tierarzt gezeigt wird, trifft uns wie ein Schlag: Erhebliche
Backenzahnspitzen, diesmal sind aber die Zähne gleichmäßig beidseitig Richtung
Zunge gewachsen (die vorderen Backenzähne! - die hinteren sind nicht so weit
zusammen gewachsen). Es ist wieder unglaublich! Unser Tierarzt fragt uns, ob wir
wieder zufüttern... wir verneinen es ganz deutlich und er schaut uns erstaunt an
und kann es selbst nicht glauben, wie Rudi mit diesen Zahnspitzen noch fressen kann.
Rudi hat ja sogar zugenommen in den letzten Tagen! Er ist der gleichen Meinung, dass
Rudi sich schon sehr an die ganzen Lebensumstände seinerseits so gewöhnt hat und
zurecht kommt. Unser Tierarzt kürzt die Backenzahnspitzen und feilt die scharfen
Kanten wieder ab. Rudi ist ruhiger als bei der letzten Zahnkontrolle, aber nach der
Prozedur ist er wie immer geschlaucht und sofort kommt er wieder in die gewohnte
Transportbox zum Ausruhen. Verwundert fahren wir nach Hause und Rudi kommt in die
Box an die frische Luft. Einige Zeit später fängt Rudi wieder an seine leicht
aufgeweichten Pellets aus der Schüssel zu fressen... Heute, am 29. Juli haben wir
vormittags die Vorderzähne (oben) um ca. 1 ½ - 2 mm mit unserer Kürzzange
geknipst und anschließend die Schräge an den oberen Vorderzähnen mit der groben
Nagelfeile angefeilt. Vorsichtig, aber auch dies ist für ihn schon "Normal". Es war
notwendig, da Rudi ja jetzt wo die hochgewachsenen, nach innen gebogenen
Backen-Zahnspitzen entfernt wurden, das Mäulchen wieder mehr schliessen kann und so
die oberen Vorderzähne wieder mehr nach innen zeigen bei geschlossenem
Mäulchen.
Wichtige Daten: 20. Juli: Kürzen der oberen und unteren Vorderzähne durch uns war
notwendig, um ca. 1 mm jeweils, da Rudi ja selbst nichts knabbert / abnutzt und wir
so Abhilfe schaffen müssen. Rudi nimmt daraufhin den Spritzenstutzen wieder besser
ins Mäulchen und kann seine Pellets auch wieder besser aufnehmen. Rudi hatte etwas
weichen Kot, aber war am selben Tag wieder verschwunden, also wieder normale
Böhnchen. Wahrscheinlich, weil er gleich wieder mehr Pellets nach dem Kürzen
gefressen hat.
Rudis Füßchen. Von vorne: Linkes Füßchen ist Ok, rechtes Füßchen ist noch
etwas dicker, allerdings ist spülen mit einer Kanüle nicht mehr möglich, auch
nicht mit "Lava Sept". Wir baden die Füßchen weiterhin regelmässig in lauwarmen
Kamilan-Wasser um festgeklebte Essenreste zu entfernen (steht immer im Pelletes-Napf
mit den Vorderfüßchen beim Futtern) und um zu desinfizieren.
Rudi frisst auch heute einen Tag nach der Zahnkorrektur gut! Er hat heute Auslauf
mit unserem Meeri Wutz bekommen und sie sind gute Freunde. Rudi wird so auch mobil
und auf der weichen Decke schadet es seinen Füßchen auch nicht zu Laufen.
Ebenfalls hat er heute wieder die Sonne und die frische Luft vormittags genossen.
Abends musste er wieder ins Haus umziehen - es hat begonnen zu regnen und wurde
kühl. Die Streicheleinheiten auf der Decke genießt Rudi nach wie vor.
Leider tränen seine Augen beidseitig etwas, wir versuchen es so gut es eben geht
rund herum trocken zu halten. Es hängt mit den Zahnproblemen zusammen. Sein
"Röcheln" ist fast ununterbrochen vorhanden, vor allem wenn er aufgeregt ist. Aber
seit Neuesten pfeift Rudi wieder öfters, was uns sehr freut. Gurren tut Rudi
jedesmal, wenn man ihn streichelt.
Wenn man nur nach dem Fressverhalten hätte urteilen müssen - ob ein
Tierarztbesuch notwendig gewesen wäre oder nicht - hätten wir nicht hingebraucht.
Wir möchten es nochmals erwähnen: Trotz enormen Zahnspitzen der vorderen
Backenzähne hat Rudi weiterhin normal seine Pellets gefressen und Banane
"geknabbert". Nur der verschobene Kiefer und das verhältnismäßig dabei weit
geöffnete Mäulchen haben auf Probleme hingedeutet die wieder einmal behoben werden
mussten.
Es ist sehr heiss draussen seit den letzten Tagen und wir können Rudi immer nur
Abends und Morgens mit seiner Box ins Freie stellen. Es macht sonst Rudi zu sehr zu
schaffen tagsüber. Rudi verlangt öfters nach seiner "Wasserspritze" und trinkt
aufgrund der Wärme mehr - aber das ist ja klar... Rudi ist es bisher nur gewöhnt
aus einem Napf zu trinken, aber wir sind der Meinung, dass es zu wenig wäre für
seinen Kreislauf, deswegen füttern wir mit der Spritze das Wasser. Nicht unter
Zwang, wie gesagt, sondern er kommt ja selbstständig. Wir sind dabei auf einen
Gedanken gekommen! Wir hängen Rudi eine Nippeltränke ans Gitter, in der Hoffnung,
dass Rudi - ähnlich wie aus dem Spritzenstutzen beim Drücken- selbstständig
trinkt. Er versucht es, aber oft haben wir ihn bisher nicht dran gesehen, d. h.
weiter regelmäßig mit der Spritze Wasser geben. Damit er nicht vertrocknet...
Rudi frisst unverändert seine weichen Pellets selbst und soweit werden sie
problemlos gemahlen, allerdings müssen wir sie immer anfeuchten, da sie schnell bei
der Wärme trocken werden, und sie so - wieder getrocknet - Rudi nicht frisst.
Außerdem ist häufig Einweichen neuer, trockener Pellets notwendig und auswechseln,
da sie schnell sauer werden bei der Wärme. Rudi frisst weiter Banane und
eingeweichtes Knäckebrot zusätzlich und auch versucht er seine Zähnchen an
eingeweichten Brötchen. Hart würde Rudi nach wie vor nicht dran gehen... Schade.
Rudis Füßchen werden regelmäßig in lauwarmen Kamilan-Wasser gebadet und
anschließend wieder mit Papierküchentuch getrocknet. Wir können es nur noch baden
und nicht mehr die Wunde bzw. die Kruste öffnen, es würde sonst sofort wieder zu
bluten anfangen und Blutverlust bei dieser Wärme wäre katastrophal und könnte
Kreislaufversagen zur Folge haben! Insgesamt muss man aber sagen, dass das eine
Füßchen wieder komplett Ok ist.
Am 3. August ist es wieder notwendig, dass wir Rudi die Vorderzähne (oben) um ca.
1 - 2 mm kürzen müssen mit der Kürzzange. (Abstand zur letzten Kürzung der
Vorderzähne: 5 Tage... ziemlich kurzer Abstand diesmal...) Leider ist dies
notwendig, er knabbert ja nix hartes, wie oft schon oben erwähnt.
Rudi ist munter, aktiv und sehr anhänglich, er wiegt ca. 950 Gramm und stabil dank
seinem Fressverhalten.
Rudi ist ein tapferer Kämpfer, der sich seit ca. 5 Monaten durchs Leben
schlägt. :-) Er hat sich sehr an seine Zahnproblematik, dem damit verbundenen,
regelmäßigen Kürzen der Backenzähne durch den Tierarzt und Vorderzähne durch
uns, gewöhnt. Er ist sehr neugierig, aktiv und wenn man Rudi ansieht, dann erkennt
man die Dankbarkeit in seinen Augen, dass wir uns so um ihn kümmern - und
natürlich auch unserem Tierarzt gebührt Dank, denn nur weil er sich gut damit
auskennt, ist es ebenfalls möglich.
An seinem Gewicht hat sich nichts verändert. Ebenso an seinem Fressverhalten:
Täglich einige kleine Schüssel voll leicht aufgeweichten Junior-Vitakraft-Pellets,
eingeweichtes Knäckebrotstückchen, und damit ist seine Verdauung ebenfalls voll
Ok: normale Böhnchen und kein Durchfall! An das Trinken aus der Nippeltränke zu
gewöhnen, dass hat leider nicht funktioniert, also er bekommt weiterhin von uns
Trinkwasser per Einwegsspritze, die er selbstständig ins Mäulchen nimmt,
verabreicht.
Zusammenfassung wichtiger Daten zum Zähne kürzen im Monat
August:
21. August: Kürzen der Backenzähne durch unseren Tierarzt: vorderste Backenzähne
(unten) wieder eng zusammen gewachsen, wird gekürzt und ebenso die hinteren
Backenzähne, da sie ebenfalls etwas inzwischen wieder Spitzenbildung aufwiesen,
ebenso wird eine Zahnspitze an den oberen Backenzähnen entfernt.
RUDI VERSUCHT HEU ZU FRESSEN!!! - bei der Zahnkontrolle wird nach dem Einsetzen der
Kontrollinstrumente festgestellt, dass Rudi im Mäulchen Heuhälmchen hat! Er will
es versuchen - aber es klappt nicht richtig... warum ist das so? Die Pellets mahlt
Rudi auch gleichmäßig hin und her - wie es auch beim Heu sein muss... leider kann
man Rudi aber Harte Sachen hinlegen so viel man will... er nimmt es nicht an.
24. August: Kürzen der Vorderzähne (oben) um ca. 1 ½ mm durch uns und
anschließendes "anfeilen" der Schräge
30. August: Kürzen der Vorderzähne (oben) um ca. 1 mm durch uns und
anschließendes "anfeilen" der Schräge
Zusammenfassung wichtiger Daten zum Zähne kürzen im Monat September:
4. September: Kürzen der Vorderzähne (oben) um ca. 1 mm durch uns und
anschließendes "anfeilen" der Schräge
10. September: Kürzen der Vorderzähne (oben) um ca. 1 mm durch uns und
anschließendes "anfeilen" der Schräge
12. September: Kürzen Backenzähne ohne Narkose
Wir bemerken, dass bei Rudi wieder die Backenzähne korrigiert werden müssen. Die
drei Wochen Abstand zur letzten Backenzahnkontrolle und Korrektur sind wieder rum
und er hält sein Mäulchen auch wieder etwas weiter offen. Fressen tut Rudi noch
selbst seine angefeuchteten Pellets.
Auf dem Weg zum Tierarzt ist Rudi sehr unruhig und man spürt genau, dass er weiß,
wo er wieder hin muss... Sein Mäulchen wird nach der üblichen Methode geöffnet
und unser Tierarzt stellt wieder Spitzenbildung an den vordersten Backenzähnen
fest, d. h. vorderste Backenzähne sind wieder eng zusammen gewachsen und lassen
wieder wenig Spiel für die Zunge. Rudi ist sehr angespannt und aufgeregt und die
Korrektur ist mit viel Stress verbunden und muss abgebrochen werden, da es sonst
für Rudi zuviel geworden wäre. Wir sind uns nicht sicher, ob alles wirklich
erkannt und korrigiert werden konnte...
Wir fahren nach Hause und Rudi ist von der Prozedur sehr geschlaucht und was uns
Sorgen macht: er frisst nicht wie sonst am Abend seine Pellets. Er frisst gar nichts
mehr und ist sichtbar geschlaucht.
13. September:
Rudi frisst einen Tag nach der letzten Backenzahnkontrolle und Korrektur nach wie
vor nichts von selbst - wie sonst in den letzten Wochen der Fall - und wir machen
uns große Sorgen. Wir hoffen, dass sich das im Laufe des Tages wieder bessert, wenn
sich Rudi eben wieder erholt hat von dem gestrigen Stress...aber nein:
Am späten Abend füttern wir Rudi nach vielen Tagen bzw. Wochen wieder zu!
Aufgeweichte Pellets schieben wir seitlich ins Mäulchen und werden von Rudi
gemampft. Er soll nicht schwächer werden, deswegen entschließen wir uns jetzt
dazu. Wir wiegen Rudi: 950 Gramm in etwa! Was uns Sorgen macht ist, dass wir, wenn
wir den Unterkiefer hin und her bewegen Kratzgeräusche hören und er sich nicht
großartig hin und herschieben lässt...Ist eine Backenzahnreihe im Vergleich zur
anderen Reihe zu hoch? Oder sind noch Spitzen vorhanden, vor allem im hinteren
Backenzahnbereich? Oder ist etwas übersehen worden, da die Korrektur abgebrochen
werden musste?
Eines ist sicher: Rudi frisst nicht und die letzte Korrektur war zuviel Stress für
ihn und musste abgebrochen werden. Wir beschließen, dass wir mit unserem Tierarzt
eine Besehung der Backenzähne in Kurznarkose vereinbaren möchten um in Ruhe alles
ansehen zu können und ggf. korrigieren zu können.
14. September:
Wir rufen bei unserem Tierarzt an und schildern unser Anliegen mit der Kontrolle in
Kurznarkose, da Rudi nichts frisst selbstständig und eine Kontrolle vor zwei Tagen
abgebrochen werden musste wegen dem Stress. Wir werden mittags in die Praxis
gebeten.
12:00 - 13:00 Uhr:
Kontrolle und Korrektur in Kurznarkose. Rudi bekommt die Injektion zur Narkose ins
Hinterteil gespritzt. Fünf Minuten später schläft Rudi schon und wir können
freundlicherweise bei der Besehung der Backenzähne dabei bleiben. Das Mäulchen
wird mit dem Kieferspreizer und dem Wangenhalter geöffnet.
Die Besehung ergibt, dass die linke Backenzahnreihe insgesamt nicht waagerecht
abgenutzt ist, sondern zueinander etwas schräg. Die rechte Backenzahnreihe ist
waagerecht abgenutzt. Es wird außerdem festgestellt, dass die rechte
Backenzahnreihe unten ganz hinten noch um eine Zahnspitze "erleichtert" werden muss,
durch das Würgen mit der Zunge bei der Korrektur ohne Narkose ist dies leicht
übersehbar...
Es wird beschlossen, dass die linke Backenzahnreihe "waagerecht" gemacht werden
muss, die "Kanten" werden mit der Kürzzange etwas geknipst und dann wird mit der
Feile waagerecht abgefeilt, bis die Kauflächen oben und unten waagrecht gefeilt
sind. Um oben die Backenzähne besser feilen zu können, wird Rudi auf dem Rücken
gelegt. Kurze Zeit später sind die Kauflächen der linken, oberen und unteren
Backenzähne waagerecht. Ein Vergleich zur rechten Backenzahnreihe ergibt, dass sie
auch gleich "hoch" sind.
Rudi hat Speisereste zwischen den Backenzahnreihen unten und der Mundschleimhaut
kleben, diese haben sich dort festgesetzt und werden mittels Pinzette
entfernt.
Die Backenzähne sind nun komplett überprüft und korrigiert. Wir müssen abwarten
was die nächsten Tage bringen.
Da Rudi in Narkose liegt wird eine Punktion des "Knubbels" unter dem Auge
durchgeführt. Es wird versucht "Flüssigkeit" abzusaugen, da es ein sehr weicher
Knubbel ist, aber es kommt nix durchs Absaugen heraus. Da Rudi dieser Knubbel bisher
nicht stört und alles im Moment nur zusätzlicher Stress wäre, wird erstmal nichts
weiter unternommen. Wichtiger ist es, dass Rudi jetzt wieder bald mit dem Fressen
beginnt, denn die Backen-Zähne sind jetzt wieder völlig Ok...
In Absprache mit unseren Tierarzt möchten wir versuchen Rudis Röcheln durch
Antibiotika in den Griff zu bekommen. Baytril, so wurde uns gesagt, soll bei diesen
Problem gut helfen. Abends wird Rudi 0,3 ml Baytril 2,5 % gespritzt. Dies wird in
den kommenden 4 Tagen wiederholt werden.
15. September:
Rudi ist sehr schwach und frisst noch nichts selbstständig, irgendwie traut er
sich nicht richtig dazu... Da Rudi das Mäulchen nach dem Korrigieren der
Backenzähne wieder weiter schließen kann, stehen die Vorderzähne wieder enger
beieinander und müssen wieder durch uns um 1 mm (oben) geknipst werden.
Wir stehen unter Schock: Nachmittags ist Rudis Auge auf der Seite wo der Knubbel
ist "bläulich-grau"! Was ist passiert? Durch die Punktion ausgelöst? Aber der
Knubbel steht in keiner Verbindung mit Knochen, sondern ist "nur" in der Haut...
Durch Druck ausgelöst, z. B. durch den Wangenhalter, der ja länger in der
Mundhöhle verblieben ist gestern als sonst? Ein Bluterguss scheint aber sicher, da
die Augen-Ränder etwas gerötet sind. Wir sind in großer Sorge, wissen aber, dass
sowas wieder vorrüber geht (wenn es sowas auch ist) aber eben länger mit der
Abheilung daürt...
Rudi müssen wir nach den vielen Wochen wieder regelmäßig seit zwei Tagen
zufüttern alle drei bis vier Stunden... Er lässt es sich gut gefallen, er kennt es
ja von Anfang Februar.. Wir bereiten aber keinen Brei zu, sondern schieben die
leicht eingeweichten Pellets seitlich ins Mäulchen und Rudi mahlt so gleichmäßig
hin und her.
Injektion: Baytril 2,5 % Lösung subcutan 0,3 ml
16. September:
Rudi wird von uns nach wie vor seit dem 13. September zugefüttert. Er bekommt
weiche Pellets von uns ins Mäulchen seitlich geschoben und er mahlt sie. Er ist
soweit munter und wir müssen nun abwarten. Mit Graus denken wir daran, dass sich
alles wiederholen könnte, also Rudi wieder über Wochen und Monate nur zugefüttert
werden muss... Leider frisst er heute noch nicht mal seine Pellets von
selbst...
Injektion: Baytril 2,5 % Lösung subcutan 0,3 ml
17. September:
Umschwung! Rudi frisst wieder selbstständiger! Und wir können es kaum glauben, er
macht sich sogar über Möhrenkraut her! Das hat Rudi nun fast seit einem halben
Jahr nicht mehr gefressen! Gegen Abend frisst Rudi sogar HEU!!! Das gibt es doch gar
nicht? Ein Wunder! Wir sind überzeugt, dass Rudi´s Zähne bei der letzten
Zahnkorrektur in Narkose sehr gut durch unseren Tierarzt korrigiert wurden und nun
keine Spitze oder Kante mehr vorliegt, die Rudi irgendwie beim gleichmäßigen
Mahlen von Halmen stört und deswegen nun Rudi dies merkt und somit auch diese
Sachen wieder frisst, wenn auch erst mit 3 Tagen "Verspätung". Ebenso frisst
Rudi wieder selbstständig seine leicht aufgeweichten Pellets aus dem Napf. Rudi
fühlt sich deswegen auch wieder viel wohler!
Das blaue Auge ist wieder verschwunden! Drei Tage hat es insgesamt gedauert bis
sich der Bluterguss wieder zurück gebildet hat. Sein Auge sieht nun wieder normal
aus. Keine Rötung und kein Blauschimmer mehr erkennbar. Wäre das nicht der Fall
heute gewesen (es hat sich schon am Vortag aber abgezeichnet, dass es sich
zurückbildet), hätten wir unseren Tierarzt aufgesucht zwecks Tropfen etc...
Injektion: Baytril 2,5 % Lösung subcutan 0,3 ml
18. September:
Rudi frisst wieder selbstständig! Kein Zufüttern mehr notwendig! Sein Gewicht ist
stabil bei 950 Gramm!
Injektion: Baytril 2,5 % Lösung subcutan 0,3 ml
19. September:
Rudi frisst, man kann fast sagen, "gierig" seine Heuhälmchen und das Möhrenkraut.
Ebenso wird Banane gefressen. Eingeweichte Pellets ebenfalls, aber nicht so wie
früher in diesen Mengen, ist ja klar, er frisst ja auch andere Sachen wieder die er
seit einem halben Jahr fast nicht mehr angerührt hat. Durch das Knabbern und
Fressen dieser Sachen ist auch eine bessere Abnutzung der Vorderzähne
gewährleistet und deswegen war es nicht mehr notwendig bisher die Vorderzähne
mittels Zange zu kürzen. Wir sind froh über den aktüllen Zustand und hoffen, dass
es noch lange so andauert! Rudi fühlt sich auch so gut wie noch nie. Das merkt man
in seinem gesamten Verhalten, beim Auslauf, beim Streicheln,...
23. September:
Rudis beste Phase hält nach wie vor an!!! Wir sind sehr froh darüber! Er bekommt
seit dem 18. September kein Antibiotika mehr gespritzt und wir können auch hier
einen Erfolg vermelden! Das Röcheln ist nicht mehr so massiv vorhanden, wie wir es
bisher von ihm gekannt haben!
Rudi geht es gut! Nach wie vor kann man das so bezeichnen, denn bis heute frisst
Rudi selbstständig nach der letzten Korrektur in Narkose (Termin war am 14.09.2003,
s. o. - dass sind fast 6 Wochen!), wo die Backenzähne durch unseren Tierarzt sehr
gut und genau korrigiert worden sind.
Was Rudi alles nach der Narkose selbstständig und wieder frisst: HEU,
Möhrenhälften werden geknabbert, Apfelstückchen, Möhrenkraut, Fenchelknolle,
ebenso werden die Vorderzähnchen wieder an Knäckebrot und Zwieback versucht.
Seine Pellets hat Rudi in dieser Zeit etwas vernachlässigt, ist ja klar, seit Rudi
wieder alles o. g. mehr frisst, mag er natürlich auch lieber dass mahlen und ist ja
davon satt.
Rudi hat - seit er wieder nach der Operation von selbst angefangen hat mit dem
Fressen - sogar HARTES MISCHFUTTER (ohne Mais etc.) wieder geknabbert. Wir haben
dies früher Rudi ebenfalls noch gefüttert (vor seinen Zahn-Problemen) und deswegen
haben wir es ihm wieder angeboten. Grundsätzlich sind wir aber inzwischen dazu
übergegangen keinem Meerschweinchen mehr Körnerfutter anzubieten, sondern nur noch
Rohfaserpelletes.
Leider hat sich unsere Hoffnung zerschlagen, dass sich seine Vorderzähne durch
sein derzeitiges sehr gutes Fressverhalten ausreichend von selbst abnutzen, denn
folgendes ist zwischenzeitlich notwendig:
7. Oktober: Vorderzähne (oben) um ca. 1 mm gekürzt und anschließend gefeilt,
wieder begonnen sich nach innen zu biegen
20. Oktober: Vorderzähne (oben) um ca. 1 mm gekürzt und anschließend gefeilt,
wieder begonnen sich nach innen zu biegen
Man muss aber dazu sagen, dass sich der Abstand wo das Kürzen der Vorderzähne
notwendig wird, auch vergrössert hat nach der Zahnkorrektur in Narkose.
Leider schlussfolgern wir daraus, dass auch eine Kontrolle und Korrektur der
Backenzähne wieder notwendig sein wird, wenn diese sich auch nicht ausreichend von
selbst abnutzen wie die Vorderzähne - trotz gutem Fressverhalten.
Noch frisst Rudi selbstständig, allerdings weniger Körnerfutter seit den letzten
Tagen und auch nicht mehr so häufig Heu wie sonst und leider ist das Röcheln
wieder verstärkt vorhanden und der leicht erhöhte Speichelfluss der dies auslöst,
könnte auch auf sich anbahnende Zahnproblematik schließen. Wir werden sehen. Eine
Überprüfung mittels kleinen Finger im Mäulchen von Rudi ergibt aber, dass die
unteren Backenzahnreihen noch eine Lücke von ca. 5 mm aufweisen, und so ist auch
noch ausreichend Spiel für die Zunge. Wir werden sehen, wie es sich
entwickelt...
Die Frage ist natürlich die wir uns stellen: Hätte Rudi erstmalig (am 2003-04-05)
gleich die Zähne in Narkose korrigiert bekommen, ob diese Chronik in dieser Form
notwendig gewesen wäre. Vielleicht hätte Rudi problemlos - wie jetzt eben - damals
weiter fressen können... Zahnkorrekturen der Backenzähne in Narkose sind unter Umständen besser
unseren Erfahrungen nach, und bei Rudi wird es zukünftig - wenn es eben wieder
notwendig werden würde - nur noch in Narkose durchgeführt. Das haben wir mit
unserem Tierarzt vereinbart, auch um Rudi den Stress bei einer Kontrolle und
Korrektur ohne Narkose zu ersparen.
Am 28. Oktober war es wieder notwendig bei Rudi die Backenzähne in Narkose zu
korrigieren. Wir haben vorher mit unserem Tierarzt einen Termin dafür vereinbart.
Rudi hat in den vorherigen Tagen bedeutend weniger "harte Nahrung" wieder zu sich
genommen und verstärkt wieder seine leicht eingeweichten "Junior-Pellets" selbst
aus dem Napf gefressen. Eine Überprüfung der Backenzähne mittels "kleinen Finger"
im Mäulchen ergibt, dass die vorderen Backenzähne wieder eng zusammen gewachsen
sind und so Rudis Zunge weniger Spiel hat und insgesamt ihm wieder das Kauen von
harter Nahrung oder Heuhälmchen schwer fällt, das Fressen der Pellets klappt
problemlos, Rudi bewegt nach wie vor sein Mäulchen gleichmäßig hin und her.
Am 28. Oktober fahren wir also in die Praxis unseres Tierarztes. Rudi ist wieder
auf dem Weg dorthin sehr aufgeregt, er weiß leider genau was fakt ist...Das
Narkosemittel wird Rudi intramuskulär wieder in den Oberschenkel gespritzt und nach
einigen Minuten ist er im "Land der Träume"... Mit den Instrumenten wird das
Mäulchen geöffnet und kontrolliert:
Ergebnis: Von vorne gesehen sind die obersten, rechten Backenzähne ziemlich weit
abgenutzt - fast bis zum Zahnfleisch. Die rechten und linken, unteren / vorderen
Backenzähne sind wieder eng zusammen Richtung Zunge gewachsen wie uns gezeigt wird.
Dieses haben wir auch schon vorab "ertastet". Diese Backenzähne werden gekürzt und
anschließend werden die untersten und oberen Backenzähne wieder parallel gefeilt,
damit keine Kanten und Spitzen stören.
Dass die rechten, oberen Backenzähne so weit abgenutzt sind, liegt wahrscheinlich
am Körnerfutter, dass wir Rudi in den letzten Wochen wieder angeboten haben. Er hat
es wohl einseitig "geknackt" und dann gemahlen und so ist dies passiert...wir werden
Rudi kein Körnerfutter zukünftig mehr anbieten. Es bringt nichts, wenn eine obere
Backenzahnreihe weiter abgenutzt ist als die andere... er soll es zukünftig
gleichmäßig wieder abnutzen mit anderer Nahrung (am besten wäre es wieder, wenn
viel Heu gefressen wird...).
Rudis Vorderzähne werden diesmal von unserem Tierarzt ebenfalls gleich mit
gekürzt. Nachdem bekommt Rudi die "Aufwachspritze" aus der Kurznarkose und ca. 1
Stunde später ist Rudi langsam aber wieder aus dem Land der Träume erwacht...
;-)
Zu Hause angekommen gönnen wir Rudi in seiner Unterkunft erstmal eine Ruhepause
von all dem Stress. Einige Zeit später geben wir Wasser zur Kreislaufstabilisation
etwas mit Einwegspritze ins Mäulchen.
Am 14. September war die vorherige Zahnkorrektur - am 28. Oktober die nächste. Das
sind ca. 6 Wochen Abstand.
Rudi hat auch diesmal nach der Zahnkorrektur in Narkose am Tag darauf wieder gut
weiter gefressen. Er frisst selbstständig ausreichend, da er sein Gewicht hält:
Eingeweichte Pellets, Apfelstückchen werden geknabbert, auch etwas Heu,weiterhin
Möhrenkraut und auch wieder Haferflocken. Apropos Gewicht: Stabil bei 950
Gramm!!!
Was Rudis Allgemeinzustand betrifft, so war er täglich so: Neugierig, lebhaft
und verschmust und aktiv beim Auslauf!
02. November: Kürzen der oberen Vorderzähne um ca. 1 mm
07. November: Kürzen der oberen Vorderzähne um ca. 1 mm
12. November: Kürzen der oberen Vorderzähne um ca. 1 mm (die unteren Backenzähne
sind Ok!, dennoch im Auge behalten!)